Pakistan

Pakistan – Das gefährlichste Land der Welt?

Pakistan gehört sicherlich nicht zu den klassischen Reiseländern. So kann es durchaus passieren, dass man je Woche nicht mehr als zwei oder drei Touristen trifft. Wie die Überschrift schon vermuten lässt, gibt es wohl einen guten Grund. In den Medien gibt es kaum ein Land, welches ein dermaßen schlechtes Image vorzuweisen hat wie Pakistan. Der seit den 1940er Jahren andauernde Kaschmir-Konflikt, der Krieg in Afghanistan, Massenvernichtungswaffen, ethnische Spannungen und zuletzt die Tötung Osama Bin Ladens in Abbottabad lassen Pakistan nicht gut aussehen. Das Problem an diesen Fakten ist jedoch, dass man das gesamte Land dadurch in Misskredit bringt. Es gibt sicherlich in jedem Land gewisse Teile, die man nicht bereisen sollte. Ich würde sicherlich nicht nachts durch bestimmte Stadtteile von London gehen (London ist laut Kriminalstatistiken die gefährlichste Stadt Europas). Als Konsequenz daraus allerdings nicht nach London oder Großbritannien zu reisen, ist überzogen. Ähnlich verhält es sich auch mit Pakistan. Das gesamte Grenzgebiet zu Afghanistan sollte man komplett meiden, denn dort geschehen alle Ereignisse, die Pakistan in der Welt schlecht dastehen lassen. Die Wahrscheinlichkeit, in Pakistan durch einen Verkehrsunfall oder einen Steinschlag umzukommen, ist um ein vielfaches höher als das Opfer eines Terroranschlages oder entführt zu werden. Während des gesamten Aufenthaltes gab es nie eine Situation, in der man sich unsicher oder unwohl gefühlt hat. Pakistan beheimatet die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich bisher auch allen Reisen treffen durfte. Dies wird ergänzt durch eine spektakuläre Natur mit Landschaften und Bergen, die Ihresgleichen suchen. Einen Ausblick vom Flugzeug auf den K2 (8611m) oder einen Trek am Nanga Parbat (8125m), dem deutschen Schicksalsberg, sind einzigartige Momente. Verbunden mit der pulsierenden Großstadt Lahore und der Grenzschließungszeremonie der Wagah-Border bildet Pakistan ein wirklich exklusives Reiseziel. Nicht zuletzt aufgrund der nicht vorhandenen Touristen.

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Veröffentlicht in Asia

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